(Veranstaltungsort: Kirche Dahmsdorf, Stadt Müncheberg)
Als Folge einer Beratung des Bürgermeisters der Stadt Müncheberg mit dem Vorstand von MITI am 08.04.2026 fand eine Bürgerversammlung zum Thema „Sensibilisierung lokaler Akteure für eine nachhaltige Sanierung stehender Gewässer in Kommunen“ in Dahmsdorf am 24.04.2026 statt. Das Kurzprotokoll der Beratung am 04.04.2026 mit der entsprechenden Themenkomplexen, Diskussionen, Ergebnissen und Beschlüssen finden Sie hier:
Eine von Frau Steffi Katzorke, Leitung Wirtschaftshof, und von Prof. Dr. Edgar O. Klose, dem 1.Vorsitzenden MITI, vorbereitete Einladung zur Bürgerversammlung ist hier zu lesen.
Auf der Basis einer am 16.04.2025 unterschriebenen Kooperationsvereinbarung über die wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit in verschiedenen Tätigkeitsfeldern zwischen dem Vorstand MITI und dem Bürgermeister der Stadt Müncheberg, Herrn Fritz-Georg Streichert (siehe Web. Seite: https://www.miti-ev.de/unterzeichnung-einer-koope-rations-vereinbarung-zwischen-dem-maerkischen-institut-miti-e-v-und-der-stadt-muencheberg-auf-einladung-des-buergermeisters-herrn-fritz-georg-streichert-in-muencheberg/) wurde vereinbart, im Jahre 2026 mit Maßnahmen zur „Sensibilisierung lokaler Akteure für eine nachhaltige Sanierung stehender Gewässer in Kommunen“ zu beginnen nach dem Motto „Es gibt Nichts Gutes – es sei denn man tut es!“ Nach der Begrüßung aller Anwesenden und Gäste durch den Bürgermeister Herrn Streichert und Vorstellung der Gäste, und zwar, Prof. Dr. Edgar O. Klose, Frau Dr. Tatyana Karasyova, Frank Rozok Vertreter des MITI e.V. sowie Herrn Neumann als Verfahrensführer der Sanierung, der über nachhaltige Erfahrungen verfügt, hielt Prof. Dr. Edgar O. Klose einen
welcher ein reges Interesse beim Publikum weckte.


Eröffnung der Bürgerversammlung durch den Bürgermeister Herrn Fritz-Georg Streichert (links); Prof. Dr. Edgar O. Klose hält seinen Vortrag (rechts).
In seinem Vortrag betonte Prof. Dr. Edgar O. Klose:
- Die Aktualität des Themas „Nachhaltige Sanierung stehender und langsam fließender Gewässer“: (a): Ökologische Komponente: Flora, Fauna, Gewässer, Aue, Umwelt; (b): Soziale Komponente: Verbesserung der Lebensqualität; (c): Wirtschaftliche Komponente: Errichtung kleiner Cafés, Eis-Stuben usw. „Diese Orte sollten sich zu einem Treffpunkt aller Bewohner sowie zu einem Rastpunkt für Radwanderer entwickeln!“
- Die Vorteile einer innovativen Methode, die für die Sanierung stehender und langsam fließender Gewässer verwendet werden soll. Bitte sehen Sie dazu folgende Web. Seiten des Forschungsinstitutes MITI: https://www.miti-ev.de/1607-2/; https:// www. miti-ev.de/flyer/ ; https://www.miti-ev.de/2761-2/ ; https://www.miti-ev.de/2746-2/ u.a.
- Erste Ergebnisse einer erfolgreichen naturbelassenen Dorfteichsanierung im Land-kreis MOL liegen vor: Gemeinde Höhenland, OT Wölsickendorf, Dorfteich. Vorteile dieser Methode im Vergleich zum „Ausbaggern“ (s. https://www.miti-ev.de/2746-2/ ).
Er informierte die Teilnehmer auch über erforderliche Schritte für die Fördermittel-einwerbung:
- Darstellung der umweltgerechten und sozialen Erfordernisse, Ziele und Erwartungen der Einwohner;
- Benennung von sachkundigen Einwohnern in Dahmsdorf;
- Erhalt von entsprechenden Genehmigungen / Zustimmungen;
- Abstimmung mit der unteren Wasserbehörde;
- Abstimmung mit den Anliegern (Eigentumsverhältnisse sind zu prüfen);
- Beantragung von topographischen Karten der jeweiligen Gewässer: Boden – Profile / Schlamm / Sedimente / Wasserqualität;
- Darstellung der Eigenleistungen in Dahmsdorf und in der Stadtverwaltung: Es sollen alle Leistungen / Arbeiten / Tätigkeiten dokumentiert, belegt und bestätigt werden, z.B. Arbeiten wie (a) Schneiden des Schilfes; (b) vollständige Entfernung des Schilfes mit dem Wurzelsystem (Wann? Wieviel Menschen? Wieviel Tage? Wie hoch ist der Stundensatz? usw.);
- Notwendigkeit einer aktiven Öffentlichkeitsarbeit: Das gemeinsame Projekt sollte öffentlich im Rahmen einer Bürgerversammlung dargelegt werden, bevor es zur Förderung eingereicht wird: Es ist wichtig, die Einwohner über alle Vorteile dieser Maßnahme und der Methode zu informieren und deren vollständige Unterstützung und Mitarbeit (Schüler- und Senioren-Gruppen / vorhandene Netzwerke / Medien) zu erhalten.
In seinem Vortag rief er die an der Bürgerversammlung teilnehmenden Einwohner für die Unterstützung dieses Projektes auf: „Jeder Dorf-Teich soll ein Schmuckstück der Gemeinde werden, mit einer gepflegten Aue, einem Platz, an dem man gerne verweilt, eventuell mit Imbissangebot für Radwanderer! Wir benötigen Ihre Ideen, Kreativität, Orts-Geschichte!“ Während einer lebhaften Diskussion wurden viele Fragen gestellt und geklärt und viel über die Historie beider Teiche in Dahmsdorf gesprochen: (a) Einst gab es Enten und Gänse auf dem unteren kleinen Teich, der Baggergrube. Es gab kein Schilf (siehe Bilder unten). (b) Zu beachten ist, dass sich Dahmsdorf geologisch auf einem Lehmberg befindet. (c) Wasser ist ein generelles Problem. Es gibt zu wenige Niederschläge – zu wenig, um den Teich zu füllen. (d) 2007 wurde der „große Teich“ ausgebaggert. (e) Über die Naturparkverwaltung läuft derzeit ein Monitoring über die Dahmsdorfer Gewässer. (d) Im Jahr 2013 gab es bereits Versuche, die Sanierung des kleinen Teiches voranzutreiben, leider erfolglos.


Bilder aus der 80-er Jahren.
Nach der Veranstaltung besuchten die Teilnehmende beide Teiche (siehe Bilder unten und vergleiche mit den entsprechenden Bildern aus der 80-er Jahren).



Aktuelle Lage (Teich 1 „Lehmgrube“, rechts von der Kirche)



Aktuelle Lage (großer Teich 2, links von der Kirche)
Zum Schluss wurde folgendes beschlossen:
- Der Start des Projektes erfolgt spätestens im April 2027.
- Es müssen ein Fragenkatalog und ein Maßnahmenkatalog erstellt werden.
- Die benötigten Gelder werden über Fördermittel eingeworben. Antragsteller wird das Forschungsinstitut MITI sein.
- Als Ansprechpartner aus Dahmsdorf wurden benannt: Frau Grunwald, Frau Böck, Frau Glöde.
„Der erste Stein für den Erfolg ist gelegt! Die ersten Maßnahmen sind beschlossen! Jetzt müssen wir alle unsere Aktivitäten einsetzen!“: so der Bürgermeister, Herr Fritz-Georg Streichert.