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Abschlussseminar

„Sensibilisierung deutscher und polnischer Gymnasiasten für die Klimaproblematik“

(Einstein-Gymnasium Neuenhagen (EGN),

Dahlwitzer Straße 79, 15366 Neuenhagen bei Berlin, Deutschland.)

Am 17.11.2022 fand die Abschlussveranstaltung des von MITI organisierten und verantwortlich geleiteten Projektes

„Sensibilisierung deutscher und polnischer Gymnasiasten für die Klimaproblematik /

Uwrażliwienie niemieckich i polskich licealistów na problem klimatyczny“

statt. Das Projekt wurde gefördert mit Mitteln des Klein-Projekte-Fonds des Kooperationsprogramms INTERREG VA Brandenburg-Polen 2014 – 2020.

Die laufenden Informationen über dieses Projekt – Inhalt, Kooperationspartner, Veranstaltungen – sind der MITI-Webseite zu entnehmen: http://www.miti-ev.de/sensibilisierung_projekt/.

Das Programm der Abschluss-Veranstaltung finden Sie hier:

Die Einladung finden Sie hier:

Der Leiter des Projektes, Prof. Dr. Edgar O. Klose, 1. Vorsitzender des Vorstan-des MITI e.V., eröffnete das Seminar und betonte die Aktualität und die Bedeu-tung des Projektes für das Fördergebiet und die Deutsch-Polnische Zusammenarbeit:

1. Das Projekt steht im Einklang mit den Inhalten der Sustai-nable Development Goals der UN (sozial, ökologisch, ökonomisch).

2. Es wird das Verständnis bei der jungen Generation geweckt, dass die Klimaproblematik keine nationale, sondern eine grenzübergreifende Herausforderung ist, die man ab sofort und in der Zukunft nur gemeinsam bewältigen kann. Dazu wurde eingangs ein kurzes Video zum tieferen Verständnis der Problematik gezeigt.

3. Auf diese Weise wird dieses Vorhaben zu einem „Leuchtturm-Projekt“, das für viele Grenzregionen in Europa als Vorbild dienen kann.

Danach folgten die Begrüßungen und die entsprechenden Ergebnisberichte durch den Studiendirektor Olaf Hofschulz, Schulleiter des Einstein-Gymnasiums Neuenhagen (EGN), Deutschland, sowie durch Frau Dorota Kaczmarek, Vertre-terin des Schulkomplexes „Maria Skłodowskaja Curie“ in Kostrzyn (Oder), Polen. Den Vortrag von Frau Dorota Kaczmarek finden Sie hier.

Für die sprachliche Verständigung sorgte – wie in allen Veranstaltungen des Projektes – dankenswerter Weise die Deutschlehrerin am Schulkomplex Kostrzyn (Oder), Frau Malgorzata Baczkowska.

Die wesentlichen Aspekte im Fazit von Frau Dorota Kaczmarek sind:

  • Die Teilnahme an dem Projekt hat die Schüler des Gymnasiums in Kostrzyn sensibilisiert, die Klimabedrohungen für die Zukunft unseres Planeten und die Folgen sehr ernst zu nehmen.
  • Die Teilnahme an dem Projekt sensibilisierte Gymnasiasten und Lehrer für die Klimaprobleme nicht nur mit Worten, sondern im Wesentlichen durch Experimente.
  • Diese Themen werden weiterhin im Unterricht „Umweltbildung“ behandelt.
  • Die Schüler bereiten Präsentationen zu Naturkatastrophen und sonstigen Katastrophen vor und präsentieren dann diese Themen im Unterricht.

Alle Redner unterstrichen die besondere Aktualität des im März 2022 offiziell begonnen Projektes.

Eröffnung des Seminars durch Prof. Dr. Edgar O. Klose

Begrüßung und Ergebnisbericht durch den Studiendirektor Olaf Hofschulz, EGN

Begrüßung und Ergebnisbericht von Frau Dorota Kaczmarek, Vertreterin des Schulkomplexes in Kostrzyn (Oder ) (Zweite von links, links Frau Malgorzata Baczkowska)

Begrüßung und Einschätzung der Arbeit der Projektpartner durch Frau Dr. Joanna Pyrgiel, Projektmanagerin bei Euroregion PRO EUROPA VIADRINA Mittlere Oder e.V.

Zur Erinnerung an dieses erfolgreiche Projekt und als ein Symbol für den Beginn einer langjährigen Zusammenarbeit zwischen deutschen und polnischen Gymnasien im MINT-Bereich wurde im Hof des EGN – ebenso wie bei der Eröffnungsveranstaltung im Mai in Kostrzyn – eine Eiche gepflanzt. Dieser symbolische Akt wurde von allen Beteiligten mit großer Aufmerksamkeit zur Kenntnis genommen.

Anpflanzen einer Eiche durch den Studiendirektor Olaf Hofschulz, Schulleiter des Einstein-Gymnasiums Neuenhagen (EGN), Deutschland, durch Frau Dorota Kaczmarek, Vertreterin des Schulkomplexes Maria Skłodowskaja-Curie in Kostrzyn an der Oder, Polen (links), durch Prof. Dr. Edgar Klose, Projektleiter und 1. Vorsitzender des Vorstandes MITI e.V. (Mitte), durch Dr. Joanna Pyrgiel, Projektmanagerin, Euroregion PRO EUROPA VIADRINA Mittlere Oder e.V. (rechts).

Dem Programm entsprechend gab Prof. Dr. Edgar O. Klose nach dem Anpflanzen der Eiche abschließend einen Überblick über die im Laufe des Projektes erzielten Ergebnisse, deren Bedeutung für die Region, über Pläne für die kommenden Monate und weitere wegweisende Innovationen für die deutsch-polnische Zusammenarbeit im Gymnasialbereich.

Die wesentlichen Ergebnisse und die zukünftigen Pläne sind:

  • Vertiefung der Kooperation zwischen den deutschen und polnischen Gymnasien im Bereich Verständnisvermittlung für die Klima- und Umweltproblematik.
  •  Entwicklung weiterer gemeinsamer Projekte.
  • Aufbau eines Systems „Jugend forscht“ im nationalen Bereich Polens, angepasst an das polnische Bildungssystem.
  • Aufbau eines Systems „Jugend forscht“ für binationale Schülergruppen längs der Oder, gefördert durch die EU (Gespräche mit konkreten Vorstellungen werden bereits geführt).

Im Verlaufe der Veranstaltung wurden viele Fragen gestellt und diskutiert, besonders lebhaft wurde über die Möglichkeit debattiert, ein gemeinsames Projekt zwischen beiden Gymnasien im Rahmen „Jugend forscht“ zu bearbeiten, sowie über die Chance für die polnischen Gymnasiasten, an solchen Wettbewerben teilzunehmen. „Wir werden beginnen, solche Wettbewerbe in Polen zu kreieren“, so Prof. Dr. Edgar Klose. „Euroregion PRO EUROPA VIADRINA Mittlere Oder e.V.“ könnte ein gemeinsames Vorhaben unterstützen. Es wird dazu ein Antrag gestellt mit dem Ziel, einen Wettbewerb zwischen Gymnasien (wie bei „Jugend forscht“) zu organisieren. Es ist auch erwähnenswert, dass dieses nunmehr abgeschlossene Projekt eine große Resonanz auf deutscher wie auch auf polnischer hervorgerufen hat: an mehreren durchgeführten Veranstaltungen nahmen auch SchülerInnen aus anderen deutschen und polnischen Gymnasien und Oberschulen teil, so z.B. Jugendschule Strausberg, Szkoła Podstawowa Nr. 15 Gorzów Wielkopolski, Szkoła Podstawowa Nr. 10 Gorzów Wielkopolski, Liceum Ogólnokształcące Nr. 1 w Gorzowie Wielkopolskim, Grundschule Nr. 13 in Gorzow.

Trainingsseminar

(von 12:30 Uhr bis 16:00 Uhr)

In Übereinstimmung mit dem Hauptziel des Projektes – Vertiefung der Kooperation zwischen den deutschen und polnischen Gymnasien im Bereich Verständnisvermittlung für die Klimaproblematik – wurde den Gymnasiasten vordergründig ein sie begeisternder Zugang zu den MINT-Fächern eröffnet sowie mittels interessanter naturwissenschaftlich-technischer Experimente bei ihnen ein gesteigertes Interesse für das Wesen der Klimaproblematik geweckt. Das Besondere an dieser Projektidee bestand in der Absicht, die SchülerInnen und deren Umfeld sowie das Lehrpersonal nicht mit Worten allein für die Klimaproblematik zu sensibilisieren, sondern dieses Ziel durch spannende, selbständig durchzuführende Experimente mit innovativen technischen Systemen (u.a. das Gerätesystem PlantVital®5000; www.plantvital.de ) zu erreichen. Im Rahmen dieses Projektes wurde dieses Messsystem, welches auf Grund seiner innovativen Eigenschaften mit einer Urkunde des Bundespräsidenten a. D. Horst Köhler ausgezeichnet worden war, eigenständig für die Durchführung kleiner Messreihen von den SchülerInnen genutzt und bedient. Das Trainingsseminar wurde – wie bei allen Veranstaltungen in der Projektlaufzeit –  mit einem Vortrag von Frau Dr. Tatyana Karasyova eröffnet, in welchem sie über die Ziele und die erreichten Ergebnisse des Projektes sowie über die Vorzüge des Systems Plant Vital 5000 berichtete. Alle anwesenden deutschen und polnischen Schüler und Gymnasiasten, hatten die Gelegenheit, nach Einweisung eigenständige Versuche durchzuführen. Bemerkenswert dabei war, dass Gymnasiasten des Einsteingymnasiums, die im Projekt „Schüler befragen Pflanzen“ bereits seit Monaten mit dem Gerätesystem arbeiten, für die polnischen Kommilitonen die Einweisung übernahmen.

Vortrag von Frau Dr. Tatyana Karasyova (links); SchülerInnen machen sich mit dem Messsystem PlantVital 5030 vertraut (rechts).

Im Laufe des Projektes (01.03.2022 – 30.11.2022) wurden mehrere SchülerInnen ausgebildet, die erfolgreich an kleinen Projekten arbeiten und am 17.11.2022 ihre Ergebnisse präsentierten.

Schüler aus dem EGN präsentieren ihre Arbeiten und Erfahrungen mit dem Messsystem PlantVital 5000.

Damit wurde Begeisterung geweckt, da positive Erfahrungen der Schüler aus eigener, erfolgreicher Tätigkeit, schneller weitergetragen werden. Es handelte sich bei diesen Experimenten um leicht verständliche Einblicke in die Photosynthese und deren unmittelbaren Bezug zu einem wesentlichen Teil der Klima-problematik. Anstelle von undifferenzierter Polemik für den Klimaschutz wurden mittels dieses Vorhabens aufschlussreiche Einblicke in konkrete Vorgänge, die einen – hier positiven – Einfluss auf die Klimaänderung, d.h. deren Minderung, haben, gewährt. Anschließend wurden den deutschen und polnischen Projekt-Teilnehmern, die die Handhabung des Mess-Systems „Plant Vital 5000“ erfolgreich erlernt haben, von MITI ausgefertigte Zertifikate überreicht.

Ein gemeinsames Bild von den SchulerInnen mit den überreichten Zertifikaten am Ende des Trainingsseminars.

Es wurde beschlossen, die erfolgreiche Zusammenarbeit in Zukunft zu vertiefen.