(Veranstaltungsort: Räumlichkeiten in MITI, Garzauer Chaussee 1a (STIC),
15344 Strausberg)
Das Forschungsinstitut MITI entwickelt und fördert als eine gemeinnützige Organisation wissenschaftliche Forschungsarbeiten im Bereich neuer Technologien (vorrangige Bereiche: Umweltschutz / nachhaltige Landwirtschaft / Forstwirtschaft / Wasserwirtschaft / abfallfreie Produktion (Kreislaufwirtschaft) / erneuerbare Energie-quellen / Gesundheitswesen). Besonderes Augenmerk liegt auf der nachhaltigen Entwicklung ländlicher Gebiete, dem bedeutenden Komplex „Gesunder Mensch – gesundes Tier – gesunde Umwelt“ sowie den Aspekten der Verknüpfung von „Bildung – Wissenschaft – Praxis“, beginnend bereits in der Schule. Hier werden nationale und internationale Kontakte zur Umsetzung der erzielten Ergebnisse in die Praxis gepflegt. Das Institut ist offen für neue nachhaltige und effektive Kooperationen.
Auf Empfehlung des MITI-Mitgliedes, Frau Hongxia Shi, Heimdall Capital GmbH, wurde ein hochrangiger chinesischer Experte, Herr Xuefei Wei, der Direktor von Shanghai City Water Way Forschungsinstitut für Technologie und Industrie, nach Deutschland eingeladen, um die ersten Kontakte mit dem Forschungsinstitut MITI und seinen Kooperationspartnern aufzubauen und über mögliche nachhaltige Tätigkeitsfelder für eine Zusammenarbeit zu diskutieren. Zu dem geplanten Programm gehörte: (a) Ein MITI-Besuch in Strausberg und die Teilnahme an der MITI-Jahresversammlung am 14.11.2025 mit der Vorstellung seines Forschungsinstitutes, gegenseitige Bekanntmachung sowie Erfahrungsaustausch; (b) Treffen mit der Bürgermeisterin der Kommune Strausberg, Frau Elke Stadeler, und weiteren Verantwortlichen der Strausberger Verwaltung, Fachgespräche zum Thema „Nachhaltige Entwicklung in abgelegenen ländlichen Regionen“; (c) Treffen mit dem Bürgermeister der Kommune Müncheberg, Herrn Fritz Georg Streichert, und weiteren Verantwortlichen der Stadtverwaltung Müncheberg, Fachgespräche zum Thema „Nachhaltige Entwicklung in abgelegenen ländlichen Regionen“; (d) Abschluss-Seminar und Diskussion über die wissenschaftlich-technischen Fragestellungen, Vertiefung der internationalen Zusammenarbeit, Erarbeitung einer Strategie für eine erfolgreiche Kooperation mit MITI.
Am 14.11.2025 fand in den Räumlichkeiten des Institutes MITI in Strausberg ein erstes Treffen statt. Daran nahmen neben dem chinesischen Gast folgende MITI-Mitglieder statt: der 1. Vorsitzende des Vorstandes, Prof. Dr. Edgar O. Klose, der 2. Vorsitzende des Vorstandes, Dipl.-Ing. Lutz Amsel, der Schatzmeister, Dipl.-Ing. Frank Rozok, die Referentin und Projektleiterin, Dr. Tatyana Karasyova, Dipl.-Ing. Klaus-Peter Wolter, Frau Hongxia Shi sowie Herr Zheng Zhou, ein Student der Humboldt- Universität zu Berlin. Die MITI-Mitglieder – Frau Shi und Herr Zhou – moderierten und dolmetschten erfolgreich die Veranstaltung in beiden Sprachen.
Während des Treffens informierte Prof. Dr. Edgar O. Klose über die wichtigsten Aktivitäten von MITI e.V. mit der Betonung auf „ländliche Räume“ in folgenden Bereichen:
• „Nachhaltige Entwicklung“ mit Vorstellung des laufenden Projektes „Gesunder Mensch – gesundes Tier – gesunde Umwelt“;
• „Innovative Methoden“ mit Präsentation von Messsystemen für eine nachhaltige Landwirtschaft sowie für die alternative Medizin;
• „Berufliche Ausbildung“, beginnend in den Schulen mit Darstellung der von MITI durchgeführten und laufenden Projekte (s. MITI Web.Seite „Projekte“, http://www.miti-ev.de/projekte/);
• Internationale Kooperation: Zusammenarbeit mit der Volksrepublik China, Ergebnisse, Erwartungen und Durchführung gemeinsamer wissenschaftlich – technischer Projekte.
Es wurde ausführlich die Struktur des Forschungsinstitutes erörtert und die wichtigsten Aufgaben von 8 MITI – Sektionen beschrieben.

Prof. Dr. Edgar O. Klose stellt die Tätigkeitsfelder des Forschungsinstitutes dar: Frau Shi, Herr Wei, Herr Zhou, Prof. Dr. Klose (von rechts nach links).
Das umweltfreundliche Verfahren „Recycling von Carbon haltigen Produkten am
Beispiel Auto-Reifen und Plastik-Abfall“ wurde von Dipl.-Ing. Klaus-Peter Wolter vorgestellt. Er beschrieb die Vorteile im Vergleich zu den weit verbreiteten Technologien (offene Pyrolyse mit Verbrennung): Kennzeichen des neuen Verfahrens (geschlossene zweistufige Thermolyse mit 99 % Reinheitsgrad der Endprodukte)
sind:
– Es gibt keine Verbrennungsprozesse mehr und damit auch keine Emissionen;
– Es ist kein Schreddern mehr nötig;
– Es werden keine Zusatzstoffe mehr gebraucht;
– Die Erweiterung der Prozessfähigkeit auf Plastik-Abfälle an Land und zur See durch veränderte Temperatur- und Verlaufskurven bei annähernd gleicher Verfahrenstechnik ist möglich.
Zu Einsatzgebieten dieser innovativen Methode gehören (a) weltweiter Einsatz des Reifen-Recycling auf dem Land mit Recycling von Plastik-Abfällen mit gleicher Technik ohne Umrüstung und (b) auf hoher See (durch Umrüstung von Tankern und Trawlern zum Einsatz an den großen „Plastik-Abfall-Inseln“ der Ozeane), (c) weltweites Recycling von Bilgen (Wasser-Sand-Öl-Gemische) aus den weltweit im Einsatz befindlichen Tankern sowie den gesunkenen Schiffen.
Wegen der Tendenz – Verstärkung des Transports der Plastik-Abfälle nach Asien inkl. China (fast 20 Mio. Tonnen / Jahr) – stieß dieses Verfahren beim Herrn Wei auf ein großes Interesse.
In seiner
stellte Herr Xuefei Wei seine Einrichtung „CITY WATER WAY THINK-TANK“ vor, die auf drei Säulen – Wissenschaft, Wirtschaft und Technologie – beruht. Zusammenfassend gehören zu den Haupttätigkeitsfelder des chinesischen Think Tanks „Wasser-zu-Kanal“ Politikberatung, Strategische Planung, Projekt-forschung, Regierungsberatung, Angebotserstellung und Beratung, Trendanalysen, Politikberichte, Expertendiskussionen und -besprechungen, Themenforen.
Der leitende Experte des chinesischen Think Tanks „Wasser-zu-Kanal“, Herr Wei, besitzt auch weiteren wichtigen Funktionen. Er ist:
• Präsident des Shanghaier Forschungsinstituts für Wissenschaft und Technologie der Wasser-zu-Kanal-Industrie;
• Direktor des Shanghaier Beratungsunternehmens Wei Xuefei;
• Registrierter Beratungsexperte in Shanghai;
• Experte der Shanghaier Vereinigung zur Förderung des wissenschaftlichen und technologischen Fortschritts;
• Mitglied des Komitees des Politischen Konsultativkomitees des Chinesischen Volkes (PKKCV) im Bezirk Yangpu, Shanghai.
Herr Wei sprach über große Bedeutung der deutsch-chinesischen Zusammenarbeit, insbesondere im Bereich der ländlichen Räume – Umweltschutz, Gesundheit, Ökologie – in welchem das Forschungsinstitut MITI große Erfahrungen national und international vorweisen kann. Dabei werden alle Ziele und Aufgaben von MITI anhand der „Nachhaltigkeits-Prinzipien“ – Ökologie, Ökonomie und soziale Gerechtigkeit -erfüllt. „Für China spielt die Nachhaltigkeit eine besondere Rolle, – so Herr Wei – deswegen sollten für jede wichtige Entscheidung die entsprechenden Vertreter von Staat, Wissenschaft und Unternehmen zusammenarbeiten. Dazu übernimmt die Think Tank Agentur die Rolle eines Vermittlers zwischen den verschiedenen Parteien“. Unter Hinweis auf reichhaltigen Erfahrungen des Forschungsinstitutes MITI schlug Herr Wie vor, eine MITI-Agentur in China in seinem Think Tank sowie ein „Think Tank“-Büro in Deutschland zu eröffnen, was zu einer Vertiefung der deutsch-chinesischen Kooperation führen würde: Als Regierungs – Berater würde er helfen, gegenseitige Vertretungen auszubauen und die konkreten nachhaltigen Maßnahmen durchzuführen. Dieser Vorschlag würde von allen Teilnehmern sehr positiv aufgenommen. Es sollten dazu in der nächsten Zeit eine Kooperationsvereinbarung erarbeitet und beidseitig unterzeichnet werden. Am Ende der Beratung wurden einige internationale Projekte, Publikationen, Patente präsentiert, durchgeführt und erhalten dank der erfolgreichen Zusammenarbeit mit verschiedenen wissenschaftlichen Einrichtungen der Welt insbesondere mit der Universitäten, Hochschulen, Unternehmen und Vereinen der Republik Usbekistan, in welcher eine MITI-Filiale unter der Leitung von Prof. Dr. Sultan Suleimanov, „Sonne“-Institut der Akademie der Wissenschaften, Taschkent, im Jahre 2010 eröffnet wurde, die für alle zentralasiatischen Republiken – Usbekistan, Kasachstan, Tadjikistan, Kirgisistan und Turkmenistan – zuständig ist.


Präsentation einiger internationaler wissenschaftlicher Ergebnisse.
Weiterhin wurden innovative Systeme von MITI-Partnern präsentiert, die ein reges Interesse bei Herrn Wei fanden, z.B. im Gesundheitsbereich AgilCare Pro und WeWhoThom: Er nahm die Wirkung dieser nebenwirkungsfreien additiven Medizin-Technologien durch Selbstanwendung im Labor zur Kenntnis. „Der Einsatz solcher Gerätesysteme sei in China von großer Bedeutung,insbesondere in ländlichen Räumen“, – so Herr Wei.

Präsentation und Erklärung der Wirkungsweise einiger innovativer Systeme von MITI-Partnern: AgilCarePro und WeWhoThom: Prof. Dr. Edgar O. Klose (links) und Herr Wei (rechts).
Das erste Treffen zum gegenseitigen Kennenlernen dauerte in Räumlichkeiten des Forschungsinstitutes MITI von 9:30 Uhr bis zum 14:30 Uhr. Danach fand die gemeinsame Teilnahme an der MITI-Jahresversammlung 2025 in der Stadtverwaltung der Kommune Strausberg statt.
https://www.miti-ev.de/miti-jahresversammlung-2025-in-der-stadtverwaltung-strausberg/