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(Veranstaltungsort: Botschaft der Republik Usbekistan, Perleberger Str. 62, 10559 Berlin)

Auf Einladung des Botschafters der Republik Usbekistan in Berlin, S.E. Herr Dilshod Akhatov, nahmen Prof. Dr. Edgar O. Klose, der 1. Vorsitzende des MITI-Vorstandes, und Dr. Tatyana Karasyova, Referentin und Projektmanagerin des Forschungsinstitutes MITI, an dem 1. Deutsch-Usbekischen Universitätsforum am 18. November in der Botschaft der Republik Usbekistan in Berlin teil. Hier finden Sie ein offizielles Einladungsschreiben zum ersten usbekisch-deutschen Universitätsforum sowie einen Flyer zur Veranstaltung. Die usbekische Delegation unter Leitung von S.E. Herrn Sharipov, Minister für Hochschulbildung, Wissenschaft und Innovation der Republik Usbekistan, umfasste mehr als 60 Vertreter von 33 usbekischen Universitäten, darunter zahl-reichen Rektoren.

Hauptziel des ersten Forums war der Ausbau und die Vertiefung der Zusammenarbeit zwischen Universitäten, Instituten und wissenschaftlichen Zentren sowie die Zusammenführung von Führungskräften und Professoren beider Länder, um neue Initiativen und Kooperationsmöglichkeiten zu erörtern. Es würden mehrere Richtungen der Zusammenarbeit erfasst. Zu bedeutenden Diskussionsthemen gehörten:

  1. Forschung und Innovation

– Gemeinsame wissenschaftliche Projekte, Labore und Fördermöglichkeiten.

– Zusammenarbeit zwischen Universität und Industrie.

– Schwerpunkte wie digitale Technologien, künstliche Intelligenz und grüne Energie.

     2.   Hochschulbildung und Kooperation

– Gemeinsame Studiengänge (Bachelor, Master, Promotion).

– Doppelabschlussprogramme und akademischer Austausch.

– Professionelle Weiterbildung für Dozenten und Lehrkräfte.

     3.  Qualität der Bildung und Standards

– Weiterentwicklung des Bologna-Prozesses und des ECTS-Punktesystems.

– Anpassung der deutschen Hochschulerfahrung an Usbekistan.

– Teilnahme an internationalen Akkreditierungen und Rankings.

    4.   Studienmöglichkeiten und akademische Mobilität

– Ausbau der Teilnahme an Erasmus+, DAAD und anderen Austauschprogrammen.

– Praktika und praktische Ausbildung in deutschen Unternehmen.

– Berufsorientierung und vorbereitende Sprachkurse. Es wurden dafür 2 Panels – „Ausbildung und akademische Kooperation“ und „Entwicklung und Innovation“ (s. Programm im FLYER) – vorgesehen sowie 2 Stands von 2 deutschen Stiftungen – DAAD, www.daad.de,  und DFG, www.dfg.de,  – mit vielen erforderlichen Broschüren und Informationen organisiert. Am Ende der Veranstaltung wurden die in Usbekistan und Deutschland bekanntesten Universitäten und Forschungsinstitutionen eingeladen, ihre Memoranden über wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit in Anwesenheit von hochrangigen eingereisten usbekischen Vertretern, dem Boschafter der Republik Usbekistan und der teilnehmenden Presse – Organe zu unterzeichnen.

Die eingeladenen Gäste sind auf das 1. Universitätsforum sehr gespannt (links).S.E. Herr Dilshod Akhatov, Botschafter der Republik Usbekistan, eröffnet das Forum (rechts).

In seiner Rede betonte der Botschafter die Bedeutung einer engen Partnerschaft zwischen beiden Ländern. Zu den Hauptbereichen gehören die Modernisierung der Energie-, Verkehrs-, Kommunikations-, Versorgungs- und Tourismusinfrastruktur, die Beteiligung am Privatisierungsprogramm von Industrie- und Dienstleistungsunter-nehmen sowie die Umsetzung gesellschaftlich bedeutender Projekte in den Bereichen Gesundheit, Bildung und Ökologie in Usbekistan. Dabei spielt die studentische Ausbildung, die alle oben aufgeführten Bereiche umfasst, eine entscheidende Rolle.

Das Interesse für eine aktive Teilnahme des Forschungsinstitutes MITI an diesem Universitätsforum hatte folgende Gründe:

  1. Seit seiner Gründung im Jahre 2005 pflegt MITI zahlreiche Kontakte zu den wichtigsten Bildungsorganisationen der Republik Usbekistan: Es wurden schon einige gemeinsame technisch-wissenschaftlichen Projekte sowie Anbahnungs-reisen im Rahmen verschiedenen Stiftungen (wie z.B. AvH-Stiftung, DFG, DAAD, Leonardo-da-Vinci-Stiftung) sowie des BMBF und BMWi durchgeführt. Diese hervorragende Arbeit sollte vertieft werden.
  2. Im Laufe dieser internationalen Projekte entstanden mehrere wissen-schaftliche Veröffentlichungen und Patente, die weiterverbreitet werden sollten.
  3. Es sollte ein im Voraus von beiden Seiten erarbeitetes Memorandum zwischen dem Forschungsinstitut MITI e.V. und der Nationalen Mirzo Ulugbek Universität, Taschkent, (NUUz) unterzeichnen werden.

Deswegen wurde die angebotene Gelegenheit, neue Kontakte zu knüpfen sowie bestehende Kooperationen zu vertiefen, von Prof. Dr. Edgar O. Klose, dem 1.Vorsitzender des Vorstandes MITI, und Frau Dr. Tatyana Karasyova, Referentin und Projektmanagerin, effektiv genutzt: So sprachen die MITI-Vertreter mit (1) S.E. Herrn Dilshod Akhatov und (2) dem II. Sekretär der Botschaft (Bildung & Medizin) Herrn Scherzod Khasanov, über die Vorhaben zur weiteren Vertiefung der Kooperation institutionalisierter und nachhaltiger länderübergreifender Partnerschaften; mit (3) den Vertretern der NUUz – Vize-Rektor der NUUz, Prof. Dr. Jabbor Mukhammadiyev, und Head of Department for international students affairs, Dr. Ulugbek Ohundadaev – über die Vertiefung einer im Jahre 2006 begonnenen Kooperation sowie über die bevorstehende Unterzeichnung des von den usbekischen Gästen mitgebrachten Memorandums; mit (4) dem Rektor der Bukhara State Technical University, Prof. Dr. Sadokat Siddikova, über innovativen Technologien: (a) „Recycling von Carbon haltigen Produkten am Beispiel Auto-Reifen und Plastik-Abfall“ und (b) „Innovative Methode für das Recycling ausgedienter Photovoltaik-Paneele und von Glasbruch jeder Art“, die ein großes wirtschaftliches Potential haben, ein außerordentliches Alleinstellungsmerkmal dem industriellen Nutzer bieten und für die Republik Usbekistan von besonderem Interesse sein könnten, sowie mit (5) dem ehemaligen Kollegen Prof. Dr. Detlef Ganten, Co-Founder & Member of the Board of Trustees of Virchow Foundation.

Begrüßung und Gespräche mit S.E. Dilshod Akhatov (links) dem II. Sekretär der Botschaft (Bildung & Medizin), Herrn Scherzod Khasanov (rechts).

Begrüßung und Gespräche mit den Vertretern der NUUz (linkes Bild) – Prof. Dr. Jabbor Mukhammadiyev (links) und Dr. Ulugbek Ohundadaev (rechts) und (rechtes Bild) mit Prof. Dr. Detlev Ganten (rechts).

MITI e.V. nutzte die Gelegenheit, seine Tätigkeitsgebiete vorzustellen, um die Partnerschaft mit Vertretern verschiedener Organisationen zu erweitern. So geschehen in mehreren vertieften Gesprächen mit den hochrangigen usbekischen und deutschen Vertretern.

Am Ende des Universitätsforum wurden zahlreiche Memoranden (Kooperationsvereinbarungen) zwischen den deutschen und usbekischen Institutionen unterschrieben. So unterzeichneten der Vize-Rektor der NUUz, Prof. Dr. Jabbor Mukhammadiyev, und Prof. Dr. Edgar O. Klose, 1. Vorsitzender des MITI-Vorstandes, auch ein Memorandum. Damit wird die laufende Kooperation eine weitere Stufe des gegenseitigen Vertrauens und der breiteren Möglichkeiten erreichen.

Unterzeichnung des Memorandums über die technisch-wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen der NUUz (Prof. Dr. Jabbor Mukhammadiyev, links) und dem Forschungsinstitut MITI (Prof. Dr. Edgar O. Klose, rechts).

„Wir glauben fest an unsere erfolgreiche Partnerschaft!“, so die beiden Professoren: „…und wir werden uns bemühen, um die Kooperation zu vertiefen!“ Um die bedeutsamen und konkreten Vorschläge zu besprechen, die verschiedenen Technologien, nachhaltigen Methoden und Innovationen des Institutes und seiner Mitglieder kennenlernen zu können, sowie neue Ideen zu entwickeln und weitere Schritte einer erfolgreichen Kooperation zu besprechen, wurden die beiden usbekischen Vertreter der NUUz am folgenden Tag, dem 19.11.2025, in die Räumlichkeiten des Forschungsinstitutes MITI nach Strausberg bei Berlin eingeladen.