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(Veranstaltungsort: Vertretung des Landes Brandenburg beim Bund, in den Ministergärten 3, 10117 Berlin)

Seit 2005 führt die Vertretung des Landes Brandenburg in Berlin „Zukunftsdialoge“ zu strategisch wichtigen Themen für Brandenburg und die Hauptstadtregion durch. Er bringt Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Politik zusammen, um Innovationsperspektiven für Brandenburgs Wirtschaft zu diskutieren. In diesem Jahre wurde die Veranstaltung zusammen mit der Wirtschaftsförderung des Landes Brandenburg, dem VDI Berlin Brandenburg und pro Brandenburg e. V. organisiert.

Der Fokus des 33. Zukunftsdialoges lag auf nachhaltiger Wirtschaftsentwicklung, technologischer Innovation und interdisziplinärer Zusammenarbeit und konzentrierte sich auf die entscheidenden Aspekte, die den Weg Brandenburgs zum neuen industriellen Zentrum bestimmen.

Brandenburg verzeichnet im Jahre 2023 stärkstes Wirtschaftswachstum aller Bundesländer:  Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Brandenburgs ist während des ersten Halbjahres 2023 preisbereinigt um 6,0 Prozent höher ausgefallen als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Damit setzte sich Brandenburg nicht nur deutlich von dem negativen Bundestrend ab, sondern erreichte zugleich das stärkste Wirtschaftswachstum aller deutschen Bundesländer in diesem Zeitraum (https://www.thegroundsag.com/de/2023/09/28/brandenburg-verzeichnet-staerkstes-wirtschaftswachs tum-aller-bundeslaender/#:~:text=Brandenburg%20verzeichnet% 20st%C3%A4rkstes%20Wirtschafts wachstum%20aller%20Bundesl%C3%A4nder,-28.&text=Das%20Bruttoinlandsprodukt%20(BIP)%20 Brandenburgs%20ist,ausgefallen%20als%20im%20entsprechenden%20Vorjahreszeitraum).

Das resultiert aus zahlreichen Ansiedlungs- und Erweiterungsinvestitionen im Land. Immer mehr Unternehmen zieht es nach Brandenburg, viele davon aus der Industrie. Neben der Lage und Infrastruktur spielen dabei auch die Wissenschafts- und Forschungslandschaft, der hohe Anteil an Erneuerbaren Energien sowie Fach- und Arbeitskräfte eine große Rolle. Wird Brandenburg zum neuen Zentrum nachhaltiger industrieller Produktion in Deutschland? Dieser Frage widmete sich die Diskussion am 33. Zukunftsdialog „Brandenburg – auf dem Weg zum neuen industriellen Zentrum “ am 13.11.2023 in der Vertretung des Landes Brandenburg beim Bund, in den Ministergärten 3, 10117 Berlin. Die Fragen, wie:

  • Welche Rahmenbedingungen, Ressourcen und Unterstützungsleistungen sind dafür notwendig?
  • Welche Herausforderungen müssen bewältigt werden?

wurden durch kompetente Referenten und ein hochrangig besetztes Podium beantwortet.

Frau Dr. Friederike Haase, Bevollmächtigte des Landes Brandenburg beim Bund, eröffnete die Veranstaltung und begrüßte die Gäste. Sie analysierte die Entwicklung des Bundeslandes Brandenburg seit der Vereinigung und stellte in diesem Zeitraum erreichte Erfolge und Errungenschaften dar. Herr Prof. Dr.-Ing. Jörg Steinbach, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Energie des Landes Brandenburg, informierte in seiner Key-Note die Teilnehmenden über das Wirtschaftswachstum im Brandenburg. Das Bundesland sei Spitzenreiter beim Wirtschaftswachstum in Deutschland – mit deutlichem Abstand, zum ersten Mal und gegen den Bundestrend. „Dieser Erfolg hat viele Väter. Das ist nicht allein Tesla“, so der Wirtschaftsminister – „Das sind auch die vielen anderen Investitionen in dieses Zukunftsfeld, so wie die BASF in der Lausitz oder Microvast in Ludwigsfelde. Es sind auch die steigenden Umsätze kleiner und mittelständischen Zulieferer rings um die E-Mobilität.“

Prof. Dr.-Ing. Jörg Steinbach, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Energie des Landes Brandenburg, hält seinen Vortrag.

Mit seiner Keynote wurden die Chancen von Nachhaltigkeit als Treiber für die zukünftige industrielle Entwicklung aufgezeigt.

Unter Moderation von Dr. Steffen Kammradt, dem Sprecher der Geschäftsführung der Wirtschaftsförderung Land Brandenburg GmbH, fand ein Podium statt. Dabei teilten Experten und Führungskräfte aus verschiedenen Bereichen der brandenburgischen Wirtschaft, und zwar:

Herr Prof. Dr.-Ing. Jörg Steinbach, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Energie des Landes Brandenburg

Herr Ministerialdirigent Bernhard Kluttig, Leiter der Abteilung Industriepolitik, BMWK

Frau Alexandra Decker, Vorstand Corporate Affairs, CEMEX Deutschland AG

Frau Antje Vargas, Vorstand, GeoClimaDesign AG

ihre Einblicke und Perspektiven dem Auditorium mit. Frau Alexandra Decker informierte über Future in Action – ein Programm, das sich auf die Entwicklung CO₂-reduzierter Produkte, Lösungen und Verfahren konzentriert. „Wir wollen ein CO₂-neutrales Unternehmen werden“ – so Mitglied des Vorstands der Cemex Deutschland –„Wir sind uns bewusst, dass die globalen Klimaschutzziele stärkere Anstrengungen erfordern und Nachhaltigkeit im Mittelpunkt unseres Handelns stehen muss“.

Podiumdiskussion: Frau Alexandra Decker, Prof. Dr.-Ing. Jörg Steinbach, Dr. Steffen Kammradt, Herr Ministerialdirigent Bernhard Kluttig, Frau Antje Vargas (von links nach rechts).

Frau Antje Vargas informierte über die nachhaltigen Produkte der GeoClimaDesign AG und zeigte die Einsparpotentiale der Klimadecke gegenüber einer herkömmlichen Heizung auf. Insbesondere ist der so genannten „Energiesparer“ interessant, weil er der Ermittlung konkreter Energie-, Kosten- und CO2-Einsparpotentiale beim Heizen und Kühlen eines Gebäudes dient.

Es wurde viel über neue etablierte Wertschöpfungsketten, die erforderliche Kreislaufwirtschaft ohne Kohlenstoff, so genannten „Erprobungsklauseln“ für die innovativen Technologien, die noch nicht allen Normen entsprechen, sowie über „Real-Labore“, in welcher Wissenschaft und Wirtschaft zusammen schöpfen können, gesprochen. Damit wurde viele Fragen beim Publikum initiiert.

Für das Märkische Institut MITI, vertreten durch Prof. Dr. Edgar O. Klose, 1.Vorsitzender des Vorstandes, und Dr. Tatyana Karasyova, Referentin MOE-Länder und GUS, war diese Teilnahme von großer Bedeutung, weil für viele Mitglieder des Institutes die behandelten Themen zukunftsorientierend sind.